{"id":15,"date":"2025-10-04T12:40:22","date_gmt":"2025-10-04T12:40:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dogo-in-not.de\/?page_id=15"},"modified":"2025-10-05T10:15:22","modified_gmt":"2025-10-05T08:15:22","slug":"rasseprofil","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dogo-in-not.de\/index.php\/rasseprofil\/","title":{"rendered":"Rasseprofil"},"content":{"rendered":"\n<p>Den folgenden Artikel hat Sonja Haamann f\u00fcr das Onlinemagazin &#8222;Issn&#8216; R\u00fcde!&#8220; geschrieben, der auch im Oktober 2013 ver\u00f6ffentlicht wurde: <a href=\"http:\/\/issnruede.de\/dogo-argentino-superhund\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">http:\/\/issnruede.de\/dogo-argentino-superhund\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Antonio Martinez, der \u201eErfinder\u201c der Rasse wollte einen Jagdhund hervorbringen, der trotz seiner imposanten Statur, auch Schnelligkeit und Ausdauer mitbringen sollte. Er sollte der rauen Landschaft und den extremen Wetterbedingungen in Argentinien trotzen und f\u00fcr die Jagd auf Gro\u00dfwild eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hatte einen &#8222;Superhund&#8220; vor Augen als er 1925 mit nicht mal 18 Jahren mit seinem Bruder begann verschiedene Rassen zu kreuzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Basis f\u00fcr seinen perfekten Hund nahm Martinez den Viejo Perro de Pelea Cordob\u00e9s, welcher als Nachkomme der von den spanischen Einwanderern mitgebrachten Jagd &#8211; und Kriegshunde gilt. Auch der Alano und Cane Corso haben ihren Ursprung in dieser Rasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie der Name verr\u00e4t stammt diese Rasse aus Cordoba, der &nbsp;Stadt nordwestlich von Buenos Aires in Argentinien.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn pr\u00e4gten der Bullterrier, der Boxer und die Englische Bulldogge die neue Rasse. Der Bullterrier war f\u00fcr seine Furchtlosigkeit bekannt, der Boxer f\u00fcr seinen Sanftmut, Zuverl\u00e4ssigkeit und die gute Erziehbarkeit und die Englische Bulldogge brachte den breiten Brustkorb und eine Menge Mut mit hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Irische Wolfshund wurde wegen seines ausgepr\u00e4gten Jagdinstinktes und seiner Schnelligkeit eingekreuzt. Der Pointer wegen seines ausgesprochen guten Geruchssinns. Der Pyren\u00e4ische Berghund brachte neben der wei\u00dfen Farbe und starken Knochen au\u00dferdem Widerstandkraft auch bei extremen Wetterverh\u00e4ltnissen. Alle 3 Rassen sollten die Friedfertigkeit gegen\u00fcber Artgenossen w\u00e4hrend der Jagd garantieren.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Damit war Martinez &nbsp;Ziel aber noch lange nicht erreicht. Der Hund sollte ebenso mutig, ausdauernd und intelligent sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Spanish Mastiff wurde wegen seiner Kraft eingekreuzt. Um etwas an Stockma\u00df zu gewinnen wurden schwarz-wei\u00df gefleckte Deutsche Doggen &nbsp;eingekreuzt. Zuletzt kamen Kraft und Mut durch die Bordeaux Dogge hinzu.<br><br><\/p>\n\n\n\n<p>Das Zuchtziel hat <em>Mag. Dr. Otto Schimpf<\/em>&nbsp; in seinem Buch <em>\u201eDer Dogo Argentino\u201c sehr treffend formuliert:<br><\/em>\u201eEin stumm jagender Hund mit hoher, ausdauernder Nase, kampftriebstark, wegen des<\/p>\n\n\n\n<p>wehrhaften Wildes, aber kein Raufer, da er mit anderen zusammenarbeiten musste, von wei\u00dfer Farbe, damit er sich von seinen Gegnern abhob. Klein genug, um bullig zu bleiben und im dichten Bewuchs arbeiten zu k\u00f6nnen, aber gro\u00df genug, um schnell und stark zu sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Februar 1954 wurde der erste Dogo Argentino aus Martinez Zucht registriert. Im Mai 1964 wurde er von der Argentinischen Kynologischen Vereinigung als Rasse anerkannt. Nachdem 1968 der Kynologe Erich Schneider-Leyer die ersten Dogos nach Deutschland importierte, folgte 1973 die Anerkennung durch den FCI.<br><br>Der Begr\u00fcnder dieser wundervollen Rasse starb 1956 bei der Wildschweinjagd. Einige behaupten sogar er wurde ermordet.<\/p>\n\n\n\n<p>1965 wurde in Buenos Aires erstmalig ein Dogo als Schutzhund vorgef\u00fchrt. Er bewies, dass die&nbsp; Rasse, die urspr\u00fcnglich als reiner Jagdhund angedacht war, auch als Gebrauchshund bei der Polizei, der Armee und beim Grenzschutz erfolgreich eingesetzt werden konnte. Hier sei aber jedem gesagt, dass man einem Dogo keinen Kadavergehorsam abverlangen kann.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Antonio vererbte seinen Kindern, u.a. Beatriz eine Reihe von Hunden. Sie brachten sie auf<\/p>\n\n\n\n<p>das Anwesen \u201ela Cocha\u201c, s\u00fcdlich von C\u00f3rdoba und begannen mit \u201edel Chubut\u201c- und \u201eTotoral\u201c-Linien zu z\u00fcchten. In den 80er- und 90er-Jahren halfen namhafte Z\u00fcchter die Blutlinien aufzufrischen. Heute z\u00fcchtet Beatriz\u00b4 Sohn, Dr. Ulises d\u2019Andrea Nores, auf La Cocha Dogos.<br><br>Mut, Tapferkeit und Edelmut \u2013 \u201ecoraje, valentia y nobleza\u201c sind das Markenzeichen der Rasse Dogo Argentino und das<\/p>\n\n\n\n<p><br>Menschen die den Dogo als Kampfhund betiteln, sollten sich mal vor Augen f\u00fchren, dass eine Jagd in einem gleichgeschlechtlichen Rudel sicher nicht m\u00f6glich w\u00e4re, wenn die Hunde zu \u00fcbersteigertem Aggressionsverhalten neigen w\u00fcrden. In Argentinien wird der Dogo auch heute noch zur Jagd auf Gro\u00dfwild, haupts\u00e4chlich Wildschweine und Pumas eingesetzt.<br><br>Der Dogo ist im Laufe der Zeit zu einem beliebten Familienhund avanciert und alle Rassekenner und -liebhaber wissen ihn seiner absoluten Loyalit\u00e4t wegen sehr zu sch\u00e4tzen.<br>Der heutige Dogo ist ein eigenst\u00e4ndiges Wesen mit einem starken Charakter und einem absoluten Dickkopf. Man muss sich dieser Aufgabe gewachsen f\u00fchlen und sehr konsequent in der Erziehung sein, sonst k\u00f6nnen sie einem auch schon mal auf der Nase rumtanzen. Druck und H\u00e4rte sind beim Dogo v\u00f6llig fehl am Platz.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz ihrer Gr\u00f6\u00dfe und ihrem kr\u00e4ftigen K\u00f6rperbau sind Dogos sehr sanftm\u00fctig, verspielt und kinderlieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch jeder der sich einen Dogo anschaffen m\u00f6chte, sollte nicht vergessen dass es sich um einen Jagdhund handelt. Bei einigen Dogos ist der Jagdtrieb sehr ausgepr\u00e4gt, bei anderen weniger. Der Jagdinstinkt ist und bleibt aber ein sehr signifikantes Rassemerkmal, welches man auch nicht durch aberziehen beseitigen kann. Es gibt heute viele Auslastungsmodelle in denen man Jagdtrieb umleiten kann und genau diese Arbeit sollte jeder einplanen. Ein Dogo m\u00f6chte ausgelastet werden und ist sicherlich kein Hund der in der Familie einfach nur nebenher l\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Richtig ausgelastet kann ein Dogo ebenso in einer Wohnung wie in einem Haus gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings ist ein Dogo sehr sensibel und nicht f\u00fcr Zwingerhaltung geeignet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Lebenswochen&nbsp; sind beim Dogo besonders wichtig f\u00fcr sein ganzes Leben, das sollte unbedingt bei der Z\u00fcchterauswahl bedacht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bevor Sie einen Z\u00fcchter aufsuchen, wenden Sie sich doch an Dogo Argentino in Not e.V., falls auch eine Tierschutzseele in Frage kommt. Dort bekommen Sie Hilfe bei der Suche und Adressen von Tierheimen in denen Dogos auf ein Zuhause warten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den folgenden Artikel hat Sonja Haamann f\u00fcr das Onlinemagazin &#8222;Issn&#8216; R\u00fcde!&#8220; geschrieben, der auch im Oktober 2013 ver\u00f6ffentlicht wurde: http:\/\/issnruede.de\/dogo-argentino-superhund\/ Dr. Antonio Martinez, der \u201eErfinder\u201c der Rasse wollte einen Jagdhund hervorbringen, der trotz seiner imposanten Statur, auch Schnelligkeit und Ausdauer mitbringen sollte. 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